Der Verlobungsring – ein Ring mit Geschichte

Ringe haben in der Geschichte eine große Tradition, gehören sie zu Verlobung und Hochzeit einfach dazu. Auch wenn der Verlobungsring in den letzten Jahren etwas aus der Mode gekommen scheint, ist der Tausch der Ringe als Zeichen der gemeinsamen Verbindung auch heute nicht wegzudenken. Mit einem Verlobungsring zeigen Paare die Verbindlichkeit ihrer Liebe und besiegeln schlussendlich mit einem Ehering den Bund fürs Leben.

In vielen deutschen Museen kann man noch heute die wertvollsten Stücke bewundern. So zum Beispiel zwölf Ringe von König Ernst August I. von Hannover (1771-1851) im Herzog Anton Ulrich-Museum in Braunschweig. Im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle findet man sogar einen goldenen Eidring, der laut Mythologie magische Kräfte besitzen soll. Kunstvolle Ringe aus Bernstein gibt es im Bernsteinmuseum Ribnitz-Damgarten zu bestaunen

Auch Jürgen Abelers aus Wuppertal konnte sich an den schönen Schmuck nicht sattsehen, vorrangig an den Beispielen feinster Goldschmiedekunst der Vergangenheit. So faszinierte ihn das Thema Geschichte und Entwicklung des Ringes derart, dass daraus eine aus 600 Objekten bestehende Ringsammlung mit dem Thema Vom Siegelring zum Liebesring – Ringe aus 4 Jahrtausenden entstand.

Das Schmuckmuseum in Pforzheim begeistert mit der Ausstellung «Kleine Dinge - Hundertundein Ring» und zeigt das Schmuckstück als Bindeglied der Menschheitsgeschichte. Auch ein «Papstring» aus dem 15. Jahrhundert und ein griechischer Skarabäusring aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. sind unter den Exponaten.

Die ältesten Ringfunde sind bereits über 21.000 Jahre alt. Darunter auch Ringe aus Mammutelfenbein. Noch bevor Münzen als Zahlungsmittel eingesetzt wurden, wurden Ringe als Tausch- und Zahlungsmittel eingesetzt, so genanntes Schmuckgeld. In den Anfängen wurden die Ringe noch aus Knochen, Holz, Stein oder Bernstein hergestellt, im späteren Verlauf auch aus Bronze, Eisen und Edelmetallen. 

In den verschiedenen Epochen wurde den Ringen die unterschiedlichste Bedeutung beigemessen und Symbolik auferlegt. Im Mittelalter galt der Siegelring als Zeichen der Macht und Würde des Trägers. Ringe wurden als Talismane benutzt, als Schutz gegen böse Geister. Giftringe waren in der Renaissance ein bedeutendes Mittel zur persönlichen Machterhaltung. Diese Ringe waren mit einer aufklappbaren Kammer versehen, in der giftige Pülverchen aufbewahrt wurden, um sie dem persönlichen Feind in Getränke oder Speisen zu mischen.

Bereits im Hochmittelalter wurde der Ring in Mitteleuropa als Hochzeitsring genutzt. Er galt als Familienstandsanzeiger und wurde der Frau an den Ringfinger angesteckt. Die Menschen glaubten, dass dieser Finger eine eigene Ader zum Herzen und damit zum Sitz der Gefühle, also zur Liebe, hat. Durch das Anstecken des Ringes sollte die Liebe verstärkt fließen. 

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